ZIVILE ARCHITEKTUR IN CARPIGNANO SALENTINO

PALAZZO DUCALE GHEZZI (Wiederaufbau aus dem XVIII Jhdt. auf sichtbaren Überresten aus der Zeit der Anjous)
Der herzogliche Palast Ghezzi ist ein Gebäude aus dem XVII Jhdt., das auf den Überresten einer ehemaligen Anlage aus dem XIV Jhdt. errichtet wurde. Der Palast, der sich auf zwei Etagen erstreckt, steht auf halbem Wege zwischen der Chiesa Madre und der Burg, von der wenig oder gar nichts mehr übriggeblieben ist. Davon wurde der älteste Teil – im Jahr 1881 als “(…) mittelalterliche Ruine – eine traurige Erinnerung an eine Zeit, die nicht mehr kommt” bezeichnet – Ende des XIX Jhdts. zerstört, als das Land, wie so viele kleine und große Zentren der Halbinsel, von Maßnahmen betroffen war, die das Bild und den urbanen Fußabdruck modernisieren sollten und so interessante Zeugnisse einer illustren Vergangenheit vernichteten. Von dieser alten Burg, um nur ein Beispiel zu nennen, wurden die Mauern niedergerissen und an ihrer Stelle der Palazzo Chironi errichtet. Es existiert noch immer der herzogliche Palast, der im XVIII Jhdt. erweitert wurde und der die Mauern und Teile des ehemaligen feudalen Herrenhaus nutzte.
Die lange Fassade zeichnet sich durch ein elegantes und imposantes Barockportal aus, das von vier gerillten Säulen umrahmt und von einem Balkon überragt wird, auf dem das Wappen der Ghezzi-Herzöge, Feudalherren von Carpignano im XVIII Jhdt. und die lateinische Inschrift NON SIBI SED ALIIS (“nicht für sich selbst, sondern für andere”), die an die Großzügigkeit des alten Lehnsherrn erinnert, zu erkennen sind.

TORRE COLOMBAIA
Der Taubenturm (palumbaru im salentinischen Dialekt) ist eine große zylindrische Struktur mit internen Zellen, in denen sich Vögel befinden (insbesondere Tauben). Es gibt drei davon im Dorf, von denen einer sich ganz in der Nähe der Santuario della Madonna della Grotta (Bereich Cacorzu) befindet und als der größte im Salento gilt. Er wurde im 15. Jahrhundert von den Adligen des Ortes erbaut, wie aus den Wappen der Del Balzo und der Balzo-Brienne hervorgeht.

 

OROLOGIO COMUNALE Dorfuhr (1912) (Ein Projekt des Ing. Generoso De Maglie)

MONUMENTO AI CADUTI Denkmal der Gefallenen (Ein Projekt des Ing. Generoso De Maglie) (XX Jhdt.)

RESTI SISTEMA DIFENSIVO Reste des Befestigungssystems (XIV-XV Jhdt.)

MURA UND PORTA NORD(Hauptmauer und Nordtor) mit Überresten des alten Burggrabens.